Naturkosmetik ist die Zukunft
16.01.2023

Naturkosmetik ist die Zukunft

Die VIVANESS schaut mit Max Thinius und Mirja Eckert in die Zukunft der Naturkosmetikbranche. Welche Vorteile bringt der Megatrend Gesundheit und die Digitalisierung?

Frau steht mit wehenden Haaren auf einem Feld

Gemeinsam mit Futurologe Max Thinius und Expertin für Megatrends Mirja Eckert blickt die VIVANESS, internationale Fachmesse für Naturkosmetik, in die Zukunft der Kosmetikbranche. Der Megatrend Gesundheit führt dazu, dass Käufer ihren Konsum vermehrt nach ihren individuellen Bedürfnissen ausrichten sowie das Wohl des Planeten zukünftig verstärkt in ihren Kaufentscheidungen berücksichtigen. Zusätzlich bietet die digitale Transformation großes Potenzial für die Naturkosmetikbranche. Die Zukunft verspricht eine Optimierung der Wertschöpfungsketten sowie erhöhte Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Kundenwünsche und Kaufmotive.

 

Die aktuelle Marktlage

Die unter anderem durch die Energiekrise steigenden Lebenshaltungskosten lassen Konsumenten aktuell besonders sensibel auf Preiserhöhungen reagieren. Dies macht sich in dem sinkenden Konsum nachhaltiger Produkte bemerkbar. Besonders nachgelassen hat die Wichtigkeit nachhaltiger Attribute beim Kauf von Non-Food-Artikeln. Wie kann die Naturkosmetikbranche also ihr zukunftsfähiges Fortbestehen sicherstellen?

 

Große Chance durch Digitalität

Ein vielversprechender Ansatzpunkt für zukünftige Entwicklungen der Branche besteht in der sinnvollen Nutzung von digitalen Möglichkeiten. Mirja Eckert, Expertin für Nachhaltigkeit, Megatrends und zukunftsrelevante Lebensweisen, erklärt: „Digitale Serviceleistungen sowie das Sammeln und Analysieren von Daten gewinnen verstärkt an Bedeutung.“ Laut Max Thinius ist die Naturkosmetikbranche mit ihrer „Zielgruppe, die anderen und neuen Wegen grundsätzlich aufgeschlossen ist“, gut für den Weg in die Digitalität aufgestellt.

 

Klarer Vorteil für Naturkosmetik

Durch das Tracken persönlicher Daten gewinnen Kosmetikkunden ein umfassend belegtes Bild über ihre individuellen Bedürfnisse. So kann das Konsumverhalten auf Produkte ausgerichtet werden, die zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens beitragen. Daneben wird Gesundheit zunehmend ganzheitlich betrachtet und u.a. das Wohl des Planeten und die Einhaltung planetarer Grenzen miteinbezogen.* „Darin liegt der Wettbewerbsvorteil der Naturkosmetik. Sie ist gut für das eigene Wohlbefinden sowie für die Umwelt“, sind sich Mirja Eckert und Max Thinius einig.

 

Implikationen für die Branche

Die benötigte Technologie für die Erhebung entsprechender Informationen ist laut Max Thinius bereits vorhanden. Seiner Meinung nach ist es für die Naturkosmetikbranche essenziell, dass Produzenten, Verarbeiter und Verbände sich schon heute untereinander vernetzen, gesammeltes Wissen miteinander teilen und ihre Vorteile transparent kommunizieren. Die VIVANESS bietet allen Beteiligten eine geeignete Plattform dafür. Gleichzeitig, so Mirja Eckert, sollten Naturkosmetikanbieter bestehende digitale Kommunikationskanäle verstärkt nutzen, um durch die Auswertung von Rezensionen oder Chat-Foren die Bedürfnisse der Konsumenten besser zu analysieren und ihr Angebot sowie ihre Kommunikation danach auszurichten. Darüber hinaus sieht Eckert im Bereich der Fertigung und Entwicklung (F&E) großes Potenzial, so könne z.B. durch Digitallabore die Innovationskraft gesundheitsfördernder Naturkosmetikprodukte weiter ausgebaut werden.

*Quelle: Megatrend Gesundheit von zukunftsInstitut

Autor

Sarah Labbow

Sarah Labbow

Senior PR-Beraterin | modem conclusa gmbh